Ersteindruck:
Was mit einem martialischen Slogan daherkommt, beginnt überraschend harmlos: ein spritziger, beinahe fröhlicher Zitrusauftakt: Zitrone, ein Hauch Mandarine vielleicht – nichts Komplexes, eher die olfaktorische Entsprechung eines frisch geputzten Wartezimmers. Nicht unangenehm, aber auch nicht elegant.
Herznote:
Nach wenigen Minuten setzt sich eine floral-pudrige Wärme durch. Geraniol, Citronellol, dazu die typische Seifigkeit von Linalool. Das Ganze erinnert an klassische Fougères oder ein Eau de Cologne alter Schule – ein wenig wie das Aftershave, das mein Onkel in den 90ern getragen hat, mit leicht seifiger Süße.
Basis:
Der Drydown überrascht: Eugenol, Cinnamal, Coumarin – hier kommt spürbar Würze ins Spiel. Nicht übermäßig animalisch oder holzig, eher trocken-würzig mit unterschwelliger Süße. Fast so, als wolle der Duft zum Schluss doch noch eine gewisse Autorität behaupten. Die Würze bleibt allerdings flach.
Sillage & Haltbarkeit:
Er projiziert großzügig – zu großzügig, wenn man ihn unterschätzt. Zwei Spritzer genügen völlig. Haltbarkeit bei mir etwa 6–7 Stunden, der zitronig-seifige Eindruck hält sich am längsten.
Tragbarkeit:
Tagsüber tragbar, aber mit Vorsicht zu genießen. Wenig subtil, leicht aufdringlich. Für formelle Anlässe oder leise Gesellschaft eher unpassend – aber für alle, die gerne laut auftreten: passend.