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L'Heure Bleue (2026) by Guerlain

L'Heure Bleue 2026

Version from 2026
loewenherz
09/09/2026, 03:11 AM
6Scent 7Longevity 6Sillage 6Bottle
Top Review 36

I just want to understand...

I have written several times that, to me, a perfume is always more than 'just' its scent. It is the composition of olfactory notes, the orchestration of these notes into fragrance accords and - at best - a progression and a 'story'. It is the context in which the scent unfolds, the bottle and packaging, the name, the brand and its history. And against the backdrop of all that, I do not understand this product launch. But perhaps it is simply me.

The house of Guerlain has belonged - for what feels like forever and still does - among the great names in the business. They could have released any fragrance and given it any name - people would have been curious and interested. So why this unnecessary parallel to one of their forebears, why this avoidable comparison in which one can almost only lose, in which L'Heure Bleue 2026 - naturally! - loses. To win new young fans for the brand? There are simpler and better ways to do that.

L'Heure Bleue 2026 is supposed to, so I am told, reinterpret the theme of the blue hour - using the olfactory tools of the present day. It is not meant to be a reformulation or a quote - yet when one chooses the same name and bottle, the comparison is unavoidable, and that comparison - I repeat - is a resounding loss when one chooses ozone and ambroxan as the tools of the present day, even if everyone else is doing the same thing at the moment. The result, then, is also like everyone else.

There is little here of the intoxication, fire and abundance of the original L'Heure Bleue. Nothing of the characteristic anise in its top note, no sophisticated powdery note and no subtle elegance. L'Heure Bleue 2026 does not smell unpleasant, but almost painfully interchangeable and contemporary, with a fragrance progression as monotonous as concert pitch A and therefore - and I find this almost the most tragic aspect, especially for a Guerlain fragrance and one with this deliberately chosen name - forgettable and banal.

Conclusion: once again - it does not smell bad. Under a different name - perhaps. Guerlain has no need to borrow from something that is then not, or barely, borrowed from - so why do they do it anyway? The fact that so much is being written about it here, and so controversially, basically proves them right, because clicks are clicks, one may approve of that or not, but that is how product reach works in 2026. I also see and read that others understand it as a perfume. I do not.
Updated on 09/09/2026
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13 Comments
MarieposaMarieposa 1 month ago
1
Ganz genau: Schlecht riecht er nicht. Aber weil er ärgerlicherweise wie L'Heure Bleue heißt, hat mir der Duft das Herz gebrochen. Ich teile dein Unverständnis und habe es genossen, dich bei der Fragestellung zu begleiten.
LischkaLischka 1 month ago
1
Vielen Dank für diese Rezension. Ich verstehe diese Strategie auch nicht. Und das Komische daran ist, dass die beiden großen Häuser fast zeitgleich dasselbe gemacht haben (neuer Duft, alter Name, extreme Ambroxansynthetik). Für mich ist das eher abschreckend und ich befürchte, der Abstieg der schönen klassischen, synthetikfreien Düfte geht munter weiter.
ElAttarineElAttarine 1 month ago
Genau: Die Strategie des Hauses scheint ja aufzugehen...
SeejungfrauSeejungfrau 1 month ago
6
Genau DAS ist der Punkt : Guerlain wusste genau,wie sehr der alte Titel triggern wird.
Dazu noch ein paar Storys zu einer drei Jahre andauernden Phase,bis diese "neuartige" Iris-Tinktur vollendet war.
Fazit : Liebhaber der Les Légendaires Urmutter bunkern möglicherweise wegen drohender Bückregal "Verschwindibus" Verlustängste.
Der Rest gönnt sich vielleicht diese ockerbraunvanillige,retro wirkende,unblaue "Unstoppables" Pods getränkte Neuzeitstunde.
Läuft. 😄
P.S.
Ich finde LHB 2026 gut tragbar.
SeejungfrauSeejungfrau 1 month ago
2
Siehe mein Statement plus Zusatz,werte @Seerose
Ich kenne die Irisstory.
Und ich habe IHB 26 in der Sammlung.
SeeroseSeerose 1 month ago
2
Keine Sorge, der Légendaire "L'Heure Bleue" wird nun "L'Heure Bleue 1912" heißen.
Und diesen kann man nur verstehen, wenn man ihn lange auf der Haut hat. Es ist ein sogenannter Spiralduft. Der kommt mit einzelnen Duftnoten und auch anderen Kombinationen über den Verlauf mit immer neuen Facetten. Es ist auch ein moderner spannender Duft. Und dass man für die Produktion von Iriswurzeln, aus nichts anderem ist doch Iris- und Veilchenduft, 6 Jahre braucht, weiß man: 3 Jahre wachsen, Wurzeln ernten, 3 Jahre unter bestimmten Bedinungen reifen lassen. Und dann kommt die Kunst/Wissen der Parfümeure, daraus so etwas wie Irisbutter oder Extraktionen/Tinkturen für Düfte zu kreieren. Wer weiß, vielleicht haben sie das so gemacht?
Paloma58Paloma58 1 month ago
1
Namen sind Schall und Rauch, aber einen "vorbelasteten" Namen zu verwenden ist nicht so schlau, wird aber trotzdem immer wieder gemacht, die Gründe zu erforschen, sind obsolet. Was die Klicks angeht, widerspricht sich das Marketingmodell selbst, denn die Wertungen hier zeigen keine besonders große Akzeptanz des Duftes, da nützt auch die größte Reichweite nichts. Gutes Marketing ist immer besser als schlechtes Marketing. Ich hatte das Glück, einigermaßen unbelastet an den Duft herangehen zu können, weil ich keine Erinnerung mehr an das Urmodell habe. Der Duft ist, wie du auch erwähnst, sicher nicht schlecht und zumindest so gut, dass ich ihn weitertesten werde mit offenem Ausgang. Vielleicht ist er dann für mich auch kein Parfüm, sondern eher ein Zustand.
PollitaPollita 1 month ago
2
Da gehe ich mit. Alle testen, alle schreiben darüber. Ist doch perfekt für Guerlain. Als Beraterin im Medienbereich stolperte ich bereits in jungen Jahren über die Floskel "Any PR is good PR.". Genau das ist es, was hier passiert. Und deshalb vermutlich auch der Name L'Heure Bleue.
SeeroseSeerose 1 month ago
Die Erkenntnis habe ich auch gehabt. Vor allem, weil ich vorher in der Homepage von Guerlain genau verstand, dass dieser ein ganz neuer Duft sein würde, der nichts mit dem alten Schätzchen zu gemeinsam haben würde. Also sind jedes Wort, was man an die Gründe für diesen Namen verschwendet obsolet.
BelAmiBelAmi 1 month ago
Da sprichst du mir zutiefst aus der Seele. Keine Schönheit und nichts Bezauberndes im guerlainischen Sinne..
SeeroseSeerose 1 month ago
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Du schreibst es. U. a. dass HIER z.B Ambroxan steht. Aber Guerlain hat in seiner Homepage NIEMALS sowas wie eine Pyramide. Nur die von der EU vorgeschriebenen Ingredienzen. Und welchen “Teufel“ hat die/den geritten, sowas fett mitsamt einer minimal-unharmonischen Angabe von Duftstoffen, Geruchsvorschlägen zu schreiben? Denn man findet nichts in der langen Ingredienzenliste, was man daraus entnehmen könnte. Soweit man so eine Liste überhaupt verstehen kann, müsste das ein toller Duft sein. Das hoffe ich.
HnnngHnnng 1 month ago
1
danke! ohne diese neuinterpretation gerochen zu haben oder aus den von dir beschriebenen gründen jemals riechen zu wollen: touché!
SeeroseSeerose 1 month ago
Hier habe ich ein paar Beispiele, von denen einige hier besser angenommen sein würden, die man auch hätte schreiben können, laut meiner Übersetzung (Wiki/KI): Trauben-O-Blüte/fruchtig -Bitterorangenschalenöl+-blüte - pudriges Veilchen - Ylang öl-Extrakt - Jasminölextrakt -Bergamottenschalenölextrakt - Farnesol=Moschuseibisch=Maiglöckchen= ein Blumenallrounderduft, der in vielen Blüten/Pflanzen vorkommt - Rosenölextrakt- Patchöl -Bittermandelaroma - Pinienöl, Geraniol -Anis-Fenchel -Peffer(holzöle) -Peru-/Tolubalsam/Zimtbaumrinde
Ich habe das am 1. Tag des Releases ausdrucken können und sorgfältig recherchiert. Und dann bestellt. Ambroxan muss nicht gelistet sein, da nicht allergen. Also steht es da nicht, aber Guerlains Ingredienlisten sind in der Guerlain-Homepage noch umfangreicher als auf den Packungen. Mit dem Hinweis, dass man genau prüfen solle, ob nichts, was einem schaden könnte, enthalten sei…